Grundsätzliches zur Photovoltaik

Allgemeines zu diesem Thema

Bei dem Thema Photovoltaik handelt es sich - ebenso wie beim Thema Windkraft -
letztendlich um nichts anderes als um Stromerzeugung.


In der Vergangenheit haben wir recht erfolgreich unsere benötigte Elektro-Energie
produzieren können – aber leider war keine einzige Produktion wirklich umweltfreundlich.


Mittlerweile verfügen wir jedoch über einige umweltfreundliche Möglichkeiten, Strom zu erzeugen. So zum Beispiel die Photovoltaik.
Der Anfang der Photovoltaik verlief etwas holprig. Das war dem grundsätzlich bei neuen Dingen zu beobachtenden Umstand geschuldet, dass kleine Serien in der Produktion noch sehr teuer sind.


Und ursprünglich wurde die Photovoltaik auch von der Strom-Industrie überhaupt nicht ernst genommen. Das hat sich zwischenzeitlich geändert, denn viele Photovoltaik-Großanlagen werden jetzt schon von Strom-Konzernen betrieben.
Es gibt nachweislich Photovoltaik-Anlagen, die bereits seit über 40 Jahren umwelt-
freundliche Energie liefern, und das bei kaum messbarer Leistungs-Einschränkung nach so vielen Jahren.


Mittlerweile ist in dieser Industriesparte ein regelrechter Preisverfall eingetreten, wodurch diese Art der Stromerzeugung eben auch finanziell immer interessanter geworden ist.

Photovoltaik an Bauwerken

Die Photovoltaik-Technik ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass mit den Modulen bereits Gebäudeteile wie Dächer oder Fassaden ersetzt werden können. Auch die früher noch stärker zu beachtende Ausrichtung wegen der einfallenden Sonnenstrahlung ist nicht


mehr von so hoher Bedeutung, da die heutigen Module enorm leistungsfähig sind.
Deswegen ist es heute problemlos möglich, Module auch senkrecht oder waagrecht zu installieren.


Aus diesem technischen Fortschritt ergeben sich heute also Energie-Gewinnungs-
Möglichkeiten, die vor 50 Jahren erst in Forschungs-Laboren erkundet wurden.
Da nach derzeitigem Stand der Wissenschaft auch keine negativen Folgen z.B. für die Bewohner der Häuser oder beim Aufenthalt in der Nähe dieser Photovoltaik-Anlagen zu erwarten sind – vor allem wegen dem erzeugten Nieder-Volt-Strom – kann diese Stromerzeugung uneingeschränkt als umweltfreundlich und zukunftsweisend beurteilt werden.

Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen

 

Hierzu gelten die vorherigen Ausführungen im Allgemeinen zwar auch, aber die
Beurteilung einer solchen Anlage in der freien Natur bezieht natürlich dann auch die flächenmäßige und qualitative Beeinträchtigung der Natur mit ein.
Die für eine solche Anlage verlangte Ausgleichsfläche kann je nach Qualität der
beanspruchten Fläche ein Mehrfaches an Fläche bedeuten oder – bei nicht möglichem Flächenausgleich – eine beträchtliche Ausgleichszahlung.


Dieses Geld wird dann wieder gezielt für Naturschutz-Zwecke eingesetzt.
Trotz dieser Ausgleichsmöglichkeiten werden solche Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen von Seiten des Naturschutzes mit gemischten Gefühlen betrachtet.
Einerseits wird sich kein vernünftig denkender Naturschützer grundsätzlich gegen
Photovoltaik aussprechen, aber Freiflächen-Photovoltaik sollte andererseits erst installiert werden, wenn sämtliche anderen zur Verfügung stehenden Flächen bereits genutzt worden sind.


Als Kompromiss zu den früher montierten Anlagen geht man neuerdings dazu über, die Anlage nicht mehr als lückenlose Fläche zu montieren, sondern mit einem gewissen Abstand zwischen den Modulen.

Damit kann sich in den Zwischenräumen immer noch eine (fast) normale Vegetation entwickeln.

 

Aber bei allen Bedenken des Naturschutzes muss trotz allem immer beachtet werden, dass letztendlich der Flächeneigentümer über die Nutzung entscheidet, wenn er alle Voraussetzungen einer Genehmigung der Anlage erfüllt hat.
Und der Naturschutz sollte darauf vertrauen, dass alle staatlichen Stellen, die mit den Genehmigungen befasst sind, ihre Arbeit ordentlich machen und Genehmigungen nicht ungerechtfertigt erteilt werden.


Eine noch relativ junge Unterart dieser Anlagen ist die sogenannten

Agri-Photovoltaik

 

Dabei handelt es sich um Anlagen, die eine gleichzeitige Flächennutzung für einen
landwirtschaftlichen Betrieb als Sonnen- oder Regenschutz, Beschattung und
Energiegewinnung in Verbindung mit landwirtschaftlichem Anbau unter der Anlage bieten.


Die Anlage wird dann so montiert, dass die Anlage die Möglichkeit bietet, die betrieblichen Arbeiten weiterhin auch mit Maschineneinsatz durchführen zu können. Dabei können die Module sogar auf beweglichen Untergestellen montiert sein, was zu einem noch breiteren Nutzungsspektrum führen kann.


Diese Anlagen gehören sicher zu den teuersten Anlagen, könnten aber in Zeiten des Klimawandels sicher mithelfen, die witterungsbedingten Ernteausfälle zu minimieren.


Möglicherweise wäre das dann auch ein positiver wirtschaftlicher Aspekt für die
Landwirtschaft der Zukunft.

 

Fazit

Die Photovoltaik-Technik ist als umweltfreundlich und zukunftsweisend und als
unverzichtbare Hilfe im Kampf gegen die hohe CO²-Belastung anzusehen.
Sie bietet darüber hinaus den Vorteil, während der Betriebszeit keine unverantwortliche Umweltbelastung darzustellen.

 

Klaus Huber im Februar 2026