Storchenbrut 2026
Wie erhofft, haben Lotta und Kasimir am 2. April mit der Brut begonnen und damit begannen dann auch 4 recht entspannte Wochen – sowohl für unsere Störche, als auch für alle Storchen-Interessierte.
Hektik setzte am 2. Mai ein, als erkennbar war, dass im Horst gefüttert wurde.
Nur waren die Jungen noch so klein, dass sie nicht so recht erkennbar waren.
Durch das schlechte Wetter im April hatten unsere Altstörche derart viel Nistmaterial aufgebracht, dass die Kleinen regelrecht in einer Kuhle saßen und deswegen von Unten nicht zu sehen waren.
Aber bereits nach ein paar Tagen waren sie kräftiger und munterer beim Füttern.
Dann konnte man sie erkennen und es wurde klar, dass sich im Horst 3 Jungstörche befanden.
Diese Tatsache hat den Verein und alle Interessierten sehr erfreut, weil das ja als ein echter Bruterfolg zu verzeichnen war.
Entsprechend setzte auch der Besucher-Andrang ein und alle Aktivitäten am Horst wurden eingehend verfolgt und wir waren ständig gut informiert über das Familienleben unserer Störche.
Aber nach so viel Glück in den vergangenen 5 Jahren waren wir wohl reif für einen Dämpfer – und der kam am 17. Mai, als beobachtet wurde, wie 2 fremde Altstörche unsere Familie überfallen haben.
Es hat sich ein wilder Kampf entwickelt, in dessen Verlauf Lotta und Kasimir nicht in der Lage waren, ihre 3 Jungen vollständig zu schützen.
Später am Tag konnte beobachtet werden, wie Lotta einen leblosen Jungstorch auf den Rand des Horstes legte.
Das war kein gutes Zeichen.
Schon am nächsten Tag war eindeutig zu erkennen, dass sich nur noch 1 Jungstorch im Horst befand.
Dieser Vorfall und das negative Ergebnis haben uns ziemlich traurig gemacht, weil wir mit so etwas niemals gerechnet hätten und dieses Verhalten der Fremdstörche – vor allem in einem nicht überbevölkerten Storchengebiet – eigentlich nicht erklärbar war.
Und wo kamen diese 2 unberingten Fremdstörche überhaupt her ?
Alle Fragen waren müßig – das Unglaubliche war passiert und wir mussten damit leben.
Am 8. Juni erfolgte dann die Beringung unseres Jungstorches „Loka“ – nicht bekannt, ob weiblich oder männlich – mit der Kenn-Nr. DER AJXC37.
Wir können jetzt nur auf eine weiterhin gute Entwicklung hoffen.
Ankunft
Unser Weißstorchen-Paar ist wieder in Rothenbach gelandet.
Ab dem 27.02.2026 hat sich Lotta alleine auf und in der Nähe unseres Nestes im District Grafschaft aufgehalten.
Am 15.03.2026 ist offenbar auch Kasimir angekommen.
Kasimir sieht dieses Jahr wesentlich gepflegter aus, als in den vergangenen Jahren.
Ab diesem Zeitpunkt wurden 3 Störche bei ihrem Kampf um das Nest beobachtet.
Am 17.03.2026 scheint der Kampf entschieden zu sein – Kasimir und Lotta einträchtig auf dem Nest.
Am 18.03.2026 wurde zum ersten Mal eine Kopulation beobachtet – also darf man auch von einer Brut im Jahr 2026 ausgehen.
Der SEN Rothenbach e.V. freut sich unsäglich, nachdem man wegen der Vogelgrippe den Atem anhalten musste.
Es war ja schließlich nicht sicher, ob unser Brutpaar die gefährliche Zeit überlebt hat. Nun können wir uns entspannt freuen auf die kommende Zeit mit unseren Störchen.
Westerwälder-Zeitung vom 23.03.2026
Die Darstellung der Artikel aus der Rhein-Zeitung erfolgt mit (freundlicher) Genehmigung der Rhein-Zeitung/Westerwälder Zeitung.